Sunday, August 16, 2015

Ready for Rome - Bayer 04 vs TSG Hoffenheim

© Andreas Mohr (lev-rheinland.de)



Spiel

Endlich wieder Bundesliga, endlich wieder Werkself ! Nach dem Blitzstart 2014 mit dem schnellsten Tor der Bundesligageschichte durch Karim Bellarabi, gab es dieses mal die kalte Dusche durch Hoffenheims Steven Zuber.

Son verliert im Mittelfeld den Zweikampf, Tah und Papadopoulos laufen beide raus und lassen sich von Kuranyi und Polanski ausspielen. In der Folge steht Wendell alleine gegen 2 Angreifer und Polanskis präziser Pass lässt Zuber leichtes Spiel gegen Leno.

Ein klassisches Kontertor. Hoffenheims Umschaltspiel funktioniert hier perfekt und lässt die noch nicht eingespielte Innenverteidigung alt aussehen.

In der Folge stellte sich Gisdols Truppe hinten rein und lauerte auf weitere Kontergelegenheiten.
Besonders erfolgreich beim verhindern von Konterchancen zeigte sich Roberto Hilbert, der teilweise auch links für den aufgerückten Wendell verteidigte.

Kießling vergab die erste Großchance nach starker Vorarbeit von Bellarabi, der im Laufe der Partie einige Möglichkeiten raus spielte. Weder über rechts noch über links konnte man jedoch weiter Chancen erspielen, der stark nachlassende Son wurde teilweise von 3 Mann gedeckt.

Zu keinem Zeitpunkt jedoch haderte die Werkself mit dem frühen Rückstand, sinnbildlich als Hakan Calhanoglu nach einer vergebenen Kombination direkt zum Eckball durchläuft. Unser 10er zeigte eine sehr engagierte Leistung, blieb jedoch ohne Torbeteiligung.

Kurz vor der Pause gelingt dann der stark heraus gespielte Ausgleichstreffer. Son zieht von rechts rein, Calhanoglu kann den Ball mit vollem Einsatz an Bellarabi weiterleiten, dessen Hackenpass drischt Wendell auf Baumann  und schließlich steht Kießling da wo ein Stürmer stehen muss und trifft zum 1:1.

In der 2. Halbzeit dominiert die Werkself die Partie. Son und 2-mal Kießling vergeben aller beste Möglichkeiten. Roger Schmidt bringt Mehmedi früh für den angeschlagenen Bender und Brandt für den, vor allem in Durchgang 2 enttäuschenden Son.

Der Siegtreffer wird durch eine präzise Spieleröffnung von Wendell eingeleitet, dessen Pass von Mehmedi auf die Reise schickt. Mehmedi lässt Fabian Schär aussteigen, wartet auf den heranstürmenden Brandt und spielt den perfekten Pass. Der Joker trifft flach ins rechte Eck und empfiehlt sich mit Nachdruck für die Startelf.

Das Zusammenspiel der beiden funktioniert auch in der Folge und deutet eine neue Stärke der Werkself an, wenn es mal nicht mit der Startelf klappt ist genügend Talent auf der Bank vorhanden.

Bellarabi und Mehmedi vergeben weitere Chancen leichtfertig und so bleibt es am Ende beim mehr als verdienten 2:1 Heimsieg.

Erkenntnisse

- Selten eine so abgeklärte und dominante Werkself nach frühem Rückstand gesehen. In früheren Jahren wäre die Mannschaft eingebrochen.

- Das "geplante Chaos" (Christoph Kramer) macht weiter Spaß, 25 Torschüsse sprechen eine eindeutige Sprache

- Papadopoulos und Tah noch nicht aufeinander eingespielt, aber woher auch ? Nach dem Gegentor eher selten gefordert, Tah löste seine Aufgabe in der Folge souverän.

- Was dem Griechen vielleicht an Geschwindigkeit fehlt, macht er mit Kopfballstärke wieder wett, bei Standards fast nicht zu verteidigen. Die Präzision fehlte allerdings.

- Stefan Kießling trifft zum 4-mal in Folge zum Bundesligaauftakt, ein weiterer Rekord. Treffer Nummer 136 lässt ihn mit Horst Hrubesch gleichziehen (Platz 18 - Rekordtorjäger) Mit 7 Torabschlüssen hatte er mehr als die komplette Elf der TSG.

- Wendell früh gelb verwarnt und mit einem Aussetzer zu Beginn der 2. Hälfte. Offensiv, beide Tore mit eingeleitet.

- Hilbert sowohl in der Defensive, als auch auf dem Flügel sehr abgeklärt. Konnte sich des öfteren ins Aufbauspiel einschalten, in der Schlussphase mit mehreren Fehlpässe als Bellarabi und Co. schon abgeschaltet hatten

- Mehmedi und Brandt mit starkem Zusammenspiel nach Einwechslung. Machen beide Druck auf den eher schwachen Heung-Min Son.

- Die Chancenverwertung muss gegen Gegner wie Lazio besser werden, Mehmedi und Bellarabi vergaben leichtfertig beste Chance zum 3:1

- Lars Bender blieb früh im Rasen hängen und überschlug sich, verließ in der 60. mit Rückenstauchung den Platz. Ob er in Rom spielen kann ist noch fraglich

Benutzte Quellen: weltfussball.de. lev-rheinland.de

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